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Hilfe durch Vorsorge
und Versorgung.

Hilfe für Hilfe - Hilfe vor Ort

FREIBURG. Der IMH e.V. stattete die Bergwacht bei einer feierlichen Übergabe mit einem neuen Defibrillator aus. Das Gerät wird z.B. zur Reanimation bei Herzversagen eingesetzt.

Die Gefahren des Schwarzwalds mit dem fast 1500m hohen Feldberg werden - wie in vielen Mittelgebirgen - oft unterschätzt. Der hohe Erschließungsgrad und die hiermit verbundene leichte Erreichbarkeit suggerieren Ungefährlichkeit. Dabei sind die Besucher oft ungeschützt Gefahren durch Wettersturz, Gewitter, Lawinen, Orientierungsverlust durch Wolken bzw. Nebel, Sturm oder Ausrutschen auf glattem, vereistem Untergrund ausgesetzt. Die größten Ursachen sind Selbstüberschätzung, Fehleinschätzung der allgemeinen Gefahrenlage, mangelnde Ausrüstung bzw. fehlende Routine im Umgang mit der Ausrüstung und Nachlässigkeit.

Bei den Rettungseinsätzen kommt es auf jede Minute an. Die hohe Verfügbarkeit von Handynetzen – der Notruf (112) kann aus jedem Netz versandt werden – ist in diesem Zusammenhang sicherlich hilfreich. Gerade im Falle des Herzstillstands kommt es aber auf jede Minute, jede Sekunde an. Die Überlebenschance sinkt mit ungefähr 10 % pro Minute rasant. Da reicht es nicht, einen Defibrillator im benachbarten Tal oder der nächsten Station verfügbar zu haben. Nein - Ziel muss sein, sicherzustellen, dass für jeden Einsatzort ein Reanimationsgerät zur Verfügung steht, das schnellstens bei dem Unfallopfer sein kann. Eine gut funktionierende Rettungskette, bestehend aus frühem Notruf, früher Laienhilfe, früher Defibrillation und frühen Maßnahmen des Rettungsdienstes kann die Überlebensrate beim Kreislaufstillstand auf bis zu 40 % steigern.

Auf der Hand liegt, dass oft die im Rettungseinsatz geleistete persönliche Hilfe nicht ausreichend ist. Technische Vorhaltungen, Fahrzeuge, bergtaugliche Funkgeräte, Helikopter, Motorschlitten sind geeignete Hilfsmittel, den Verletzten aufzusuchen und zu retten; Medizintechnik kann bei einem Herzstillstand das Überleben bis zum Eintreffen in einer intensivmedizinischen Umgebung sicherstellen. Wenn sie verfügbar ist.

Leider steht die finanzielle Unterstützung des Landes in keinem Verhältnis zu den notwendigen Vorhaltungskosten. Alleine ein Defibrillator kostet mehr als 6.000 €. Hier springt das IMH ein.

Quelle: Freiburger Nachrichten

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 Übergabe eines Defibrillators an die Bergwacht Schwarzwald.
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