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Hilfe durch Vorsorge
und Versorgung.

Entführtes Kind wieder zu Hause

STUTTGART. Eine Kindesentführung endet mit Unterstützung des IMH e.V. glücklich auf dem Stuttgarter Flughafen.

Aus heiterem Himmel brach das Unglück über die Familie Müller (Name von der Redaktion geändert) herein: Der nichteheliche Vater türkischer Abstammung brachte das Kind Jürgen nicht von einem Wochenendumgang nach Hause. Mehrere Tage vergingen, bis die Mutter die schreckliche Wahrheit erfuhr: Ihr Ex hatte das Kind in die Türkei entführt. Eine Welt brach zusammen.

Finanziell durch die Kosten der Trennung vom gewalttätigen Exfreund und dem Umzug nach Freiburg ohnehin schon am Boden, wusste die Verzweifelte keinen Ausweg. Eine Bekannte brachte sie mit Rechtsanwältin Oertel in Verbindung. Diese schaltete den Weißen Ring ein. Die Kosten einer ersten Beratung und der ersten Maßnahmen waren somit gedeckt. Staatsanwaltschaft und auswärtiges Amt wurden eingeschaltet.

Ein Haftbefehl gegen den Vater wurde erlassen, und die Kindesrückführung nach dem Haager Übereinkommen in Kindesentführungsfällen noch vor Weihnachten 2003 angeschoben. Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung half der jungen Mutter über die Weihnachtstage. Im neuen Jahr kam die nächste Hiobsbotschaft: Der Vater stellte in der Türkei einen Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge.

Es mussten nunmehr weitere, kostspielige Maßnahmen eingeleitet werden: Türkische Anwälte mussten beauftragt werden, ein erster Gerichtstermin Mitte Mai und ein Verkündungstermin wenige Wochen später mussten wegen der Glaubwürdigkeit persönlich besucht werden, wie die türkischen Anwälte versicherten.

Ende Mai erhielt Frau Müller die lange ersehnte Nachricht: Sie könne das Kind mitnehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits Kosten für 7 Hin- und Rückflüge für die Mutter angefallen, die Kosten für Anwälte in Deutschland, Türkei und für den Bodyguard, der zugleich als Dolmetscher diente, summierten sich. Das IMH sprang ein.

Auf persönliche Initiative des Vorstands Andre Knapp und des Ehrenpräsidenten Hans-Otto Krutein wurden aus Vereinsmitteln Geld für Flüge bereit gestellt. Der verzweifelten Mutter wurde ein Darlehen zur Deckung von Dolmetscher- und Übersetzungskosten, sowie Behördengebühren vor Ort gewährt. Dank der Hilfe des Weißen Ring e.V. und des IMH summierten sich die noch zu bezahlenden Kosten auf lediglich ca. 5.000,00 €.

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 IMH bringt Familie wieder zusammen.